Maria (25 Jahre)
Die Reise nach Gernika war insbesondere eine Reise durch die Geschichte dieses Dorfes, die durch das Bombardement der deutschen Luftwache im April 1937 gekennzeichnet ist.
Obwohl mir das Geschehene bereits durch meinen Aufenthalt in Gernika vor gut fünf Jahren bekannt war, haben diese 2 Tage neue Einblicke verschafft.
Besonders beeindruckt hat mich der Kontakt mit den zwei Überlebenden (Luis und eine Frau, deren Namen ich leider nicht weiß). Die Art und Weise mit welchem Interesse sie einem Ihre Geschichte erzählt haben, war sehr berührend.
Dabei erinnere ich mich besonders gern an den Moment, wo ich für Matthias, der die zwei bereits von früher kannte, übersetzen musste. Dadurch war mir die Möglichkeit gegeben, in einer Umgebung von Vertrautheit zwischen den dreien selbst Fragen zu stellen, die diese bereitwillig beantworteten. Dies hat mir gezeigt, dass die beste Art und Weise, Geschichte in sich aufzunehmen und verstehen zu können, der direkte Umgang mit den Personen ist, die diese erlebt haben.
Deshalb fand ich es im Nachhinein sehr schade, dass der eigentliche Dialog zwischen der Gruppe und Luis nicht zustande gekommen ist. Ich denke, dass dies auch schwierig in einer Atmosphäre ist, die klar zwischen Erzähler und Zuhörer trennt. Aus diesem Grund wäre Gruppenarbeit sicher der bessere Weg gewesen - auch um den "Intergenerationalen Dialog", der laut Programm ja angestrebt wurde, Wirklichkeit werden zu lassen.